Digital Media Camp – Journalismus von morgen

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Nicht nur die gesponsorten Kekse („Likies“), die in Massen herumlagen, waren toll…

Pornos, Mietwagen, Kinderfernsehen, WhatsApp, Pizza und Zukunft – und all das an einem Tag. Möglich ist so eine bunte Mischung bei einem Barcamp, im konkreten Fall beim Digital Media Camp in München am 6. Februar. Für mich war das eine doppelte Premiere: zum ersten Mal überhaupt fand die Veranstaltung statt, zudem war es mein erstes thematisches Barcamp (zu meinem allerersten und der Erklärung, was das genau ist, gibt es einen älteren Beitrag). (und was sonst noch war, gibt es weiter unten zu lesen)

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Anstehen zur Sessionplanung

Los ging es nach der Planung kurz vor 11 Uhr mit den ersten Sessions, unter anderem zu einem der beliebtesten Themen („Was kann man von Pornoseiten lernen?“ – es ging hier vor allem um das Nutzerverhalten und wann diese weiterklicken oder die Site verlassen) – und der von mir gewählten zu „Messenger und Journalismus“, in der es einen Überblick über die verschiedenen Dienste gab, neben WhatsApp ging es aber eher um die großen vor allem in asiatischen Ländern. Und um die rechtlichen Probleme, die es gerade für Projekte mit WhatsApp sehr aufwändig machen, neben dem Tagesgeschäft noch händisch unzählige Telefonnummern Gruppen hinzuzufügen.
Im zweiten Slot hatte ich mich zunächst verwählt und landete in einer Session zur Zukunft der Arbeit, in der dann nur Fragen gestellt werden sollten. Solche wie „Warum muss ich morgens um 9 Uhr im Büro sein?, „Warum muss ich überhaupt ins Büro“ und so weiter. Schade, da hätte es doch mehr Möglichkeiten gegeben… Also wechselte ich und bekam wenigstens noch ein wenig mit von den Referenten, die Kommunikation für den Kinderkanal machen.

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Pro Stufe -0,004 Kalorien – nur, leider…

Nach dem Mittagessen (sehr lecker, zum Glück gab es viele Treppen zu steigen, um die Kalorien wieder abzutrainieren, auch wenn es pro Stufe viel weniger waren als nötig ;-)) begannen dann die für mich besten Sessions. Zunächst ging es um den Einbau von Videos in Nachrichtenseiten. Angesichts der Kürze der Zeit war weniger die Praxis Thema, sondern vielmehr Grundsätzliches. Und dazu zeigte Michael ein eindrucksvolles Beispiel, nämlich ein kurzes Video, aber ohne Ton, und wir sollten raten, worum es ging. Und das war in der Tat schwierig, denn allein aus den Bildern war das kaum zu erkennen. Man sollte deshalb immer überlegen, ob es sinnvoll ist, ein Video zu produzieren, also ob die Bilder was hergeben. Und das ist bei einem Überfall auf einen Werttransporter, wie in dem Beispiel gezeigt, schwierig, weil es keine Aufnahmen davon gibt – und Bilder vom Tatort zu einem früheren Zeitpunkt wenig aussagekräftig sind. Wichtig sind auch das Teaserbild – hier böten sich animierte gifs an, so der Tenor – und der entsprechende Text.
dmc_snap_gutjahrIm Anschluss gab es dann von Richard Gutjahr eine lehrreiche und witzige Einführung in „Snapchat for Dummies“, der App, mit der man kurze Videoclips (können auch länger sein, wenn aneinandergereiht, aber lange Sequenzen sind eben nicht möglich) mit Text, Grafiken etc. versehen kann und die dann für 24 Stunden abrufbar sind (Video hier). Ganz so intuitiv ist das Ganze nicht, deswegen war es ganz gut, die Infos mal bekommen zu haben, auch den Tipp für Literatur: „Snap me if you can“. Das werde ich demnächst auch mal ausprobieren und hier berichten 😉
Bei „Nachricht sucht Leser“ ging es dann eher um die Herausforderungen, vor der gerade viele Tageszeitungen stehen. Stichworte sind demographischer Wandel, Konkurrenz durch Facebook & Co., Vertrauensverlust, Lügenpresse-Vorwürfe…
Abschließend entschied ich mich dann für eine weitere Session zu Snapchat – und dem Einsatz bei Sixt. Die Redakteure dort entscheiden relativ frei, welchen Kanal sie wann nutzen. Snapchat kommt vor allem bei Events zum Einsatz, also nicht ganz so oft und regelmäßig, sie verlinken aber von ihrem Angebot mit den entsprechenden Suchwörtern auf ihren Snapchat-Account.

Die einzelnen Sessions gingen viel zu schnell rum, wie auch der ganze Tag, der mit leckeren Pizzen und interessanten Gesprächen zu Ende ging. Interessant vor allem deshalb, weil eben vor allem Leute aus meiner Branche angesprochen waren und man deshalb mehr für die Arbeit mitnehmen kann, als bei den thematisch freien Barcamps. Und auch insgesamt kam die Premieren-Veranstaltung so gut an, dass es wohl ziemlich sicher eine Wiederholung geben wird, und dann vielleicht auch zweitägig, so der eindeutige Wunsch bei einer Abstimmung. Und auch bei mir ist dann eine Wiederholung sehr gut denkbar 🙂

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#dmcmuc – und was sonst noch war…

…natürlich kam ich an Augsburg nicht vorbei. Und am dortigen Zoo. Schließlich musste ich ja schauen, wie es „unseren“ Erdmännchen ein gutes halbes Jahr nach unserem ersten Besuch und der Fütterung so ging… Insgesamt war es im Gehege recht ruhig…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

…aber nur so lange, bis es Futter gab. Hatte es ja schon seit Wochen nicht mehr, hätte man meinen können (Video)…

 

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Über jswjuliaschweizer

Ich arbeite als freie Journalistin im Großraum Stuttgart, unter anderem für Tageszeitungen, aber auch für einen Verlag, der sich auf Jugendkommunikation spezialisiert hat, ein Online-Magazin und viele weitere Kunden mehr. Zu meinem Beruf gekommen bin ich über ein BA-Studium in Ravensburg und Praxisphasen bei der Frankfurter Rundschau, ein Volontariat bei einem Fachverlag mit anschließender befristeter Redakteursstelle und einem Aufbaustudium Journalistik in Hohenheim. Dort habe ich Ende Dezember 2009 meine Diplomarbeit über die Berichterstattung zur Finanzkrise abgegeben und bin seitdem überwiegend als Freie unterwegs. Zu finden auch hier: @jsw_Julia
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Eine Antwort zu Digital Media Camp – Journalismus von morgen

  1. Pingback: Pornos auf dem Digitalmediacamp – und was sonst noch so geschah | Hubert Mayer

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