Salzburg: Stadt der Historie und der Musik – selbst in Schokolade gehüllt

Salzburg ist die Stadt von Mozart, der Festspiele, des schlechten Wetters, der Trapp-Familie und der Nockerln – so einige der Vorurteile. Und ja, man findet all das an fast jeder Ecke. Entkommen kann man dem meisten davon dennoch ganz gut.

Wenn man denn will. An Mozart vorbei wollen wird man, wenn man sich Salzburg als Reiseziel für einen Kurztrip ausgesucht hat, wohl kaum. Und vorbei kommt man auch kaum an den Horden von Touristen, die vor seinem Geburtshaus in der Getreidegasse in der Altstadt stehen. Dort gibt es auf drei Stockwerken viele Infos über sein Leben als Wunderkind und Komponist, Originale seiner oft nur mit wenigen Noten hingekritzelten Stücke oder Briefe, die er während der vielen Auslandsreisen schrieb. Richtig gut gemacht in der Ausstellung ist der Teil, der zahlreiche Bühnenbilder für Mozartopern zeigt und diejenigen zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Orten einander gegenüberstellt.
Noch viel mehr aber lohnt ein Gang durch Mozarts Wohnhaus, auf der anderen Seite der Salzach, im Mirabell-Viertel. Es ist nicht so überlaufen wie das Geburtshaus, zudem gibt es einen Audioguide, der die Ausstellungstexte gut ergänzt. Im ersten Stock, nach einer breiten Steintreppe, empfängt den Besucher eine kleine Sammlung mit Instrumenten, auf denen Mozart einst gespielt hat. Es sind hauptsächlich kleine Klaviere und Orgeln, aber auch eine kleine Geige, gestiftet von der Ditzinger Trumpf-Chefin. Und wie der Zufall es wollte, gab es bei unserem Besuch noch mehr Mozart. Denn kurz nach uns betraten zwei Musiker den großen Saal, in dem einst Mozart übte oder mit kleinen Pfeilen auf bemalte Scheiben gezielt wurde. „Wir üben hier nur“, sagten sie zu den erwartungsvollen Besuchern, während sie das Klavier und die Geige stimmten. Doch das hörte sich dennoch richtig gut an, und so blieben die meisten sitzen während der rund einstündigen Probe.

Für beide Häuser, in denen man leider nicht fotografieren darf, gibt es eine Kombikarte. Man kommt damit aber nicht schneller ins Geburtshaus, denn man muss sich dennoch in die Schlange stellen und das Kombiticket in eines nur fürs Geburtshaus umtauschen. Sinnlose Vorschrift, auf die man beim Kauf auch nicht hingewiesen wurde.

Konzerte, Konzerte und nochmals Konzerte
Doch es gibt nicht nur tagsüber Mozart. Unzählige Konzerte werden abends angeboten, etwa im Romanischen Saal der Erzabtei St. Peter, wo wir eines am zweiten Abend gehört haben, oder hoch oben auf der Festung Hohensalzburg, entweder mit oder ohne Essen in der Pause, zudem gibt es einige Festspiele während des Jahres. Die Veranstalter lassen sich das allerdings auch einiges kosten. Im Fall beispielsweise der Konzerte in St. Peter sind das 22 Euro für gut eine Dreiviertel Stunde Musik.
Immerhin kamen wir dank des ersten Konzerts zu einem weiteren am nächsten Abend. Denn vor Beginn ging eine Sängerin eines US-amerikanischen Chors durch die Reihen und lud zu einem kostenfreien Konzert ihrer Österreich-, Tschechien- und Polentour in der Kollegienkirche. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm, beginnend mit Klassikern von Bach, Vivaldi und dem Amazing Grace, zwischendrin gab es Charpentier und US-amerikanische Werke, teilweise begleitet auch von Solisten. Die Musiker waren allesamt Profis, nur leider brachte die ungeheizte Kirche, befördert durch das nasskalte Wetter der vorangegangenen Tage, einige Zuhörer dazu, zur Pause zu gehen.
Und natürlich dürfen auch die Straßenmusiker in Salzburg nicht fehlen.

Hoch oben und unter der Erde: Festung, zwei Friedhöfe und das älteste Kino
Ja, das Wetter war nicht das beste. Wie schon bei meinem ersten, deshalb aber sehr kurzen Besuchs auf der Durchreise von einem beruflichen Termin, gab es auch diesmal Regen, am ersten Tag nach der Ankunft gegen 15 Uhr kombiniert mit Schnee und kaltem Wind. Dafür gab es auch (mit dem zweiten) einen schönen Tag, am dritten blieb es dann bis zum frühen Abend trocken, ehe es dann zum Abschied wieder etwas feucht wurde.
Doch immerhin kann man in Salzburg einiges auch im Trockenen anschauen, etwa die beiden Mozart-Stätten, das Schloss Mirabell samt schönem, blühendem Garten auf der neueren Seite, das DomQuartier sowie die Festung Hohensalzburg auf dem Mönchsberg.

Dorthin gelangt man mit einer eigenen Bahn, und nach wenigen Minuten ist man schon mehr als 400 Meter über der Altstadt. Bei gutem Wetter lohnt das Treppensteigen hinauf zur Panoramaterrasse. Doch ein wunderbarer Blick über die Altstadt und darüber hinaus gibt es – nach noch mehr Treppen – auch vom Festungsturm. Er markiert fast das Ende des Rundgangs durch das Festungsmuseum, für das es einen Audioguide gibt, und das sich vor allem der Baugeschichte widmet. Denn die Festung wurde in unzähligen Schritten nach und nach erweitert. Nicht fehlen dürfen neben dem höchsten Turm auch eine Folterkammer, eine Ausstellung mit Rüstungen und Co. sowie prunkvolle Säle (in einem davon finden auch die Konzerte statt). Für einen extra Eintritt kommt man zudem durch das Magische Theater – ein historisch angehauchtes Figurentheater über die örtliche Geschichte – in das Fürstenzimmer. Im Bauch der Festung gibt es noch das Marionettenmuseum mit einigen Figuren der Salzburger Geschichte.

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Bei gutem Wetter lohnt auch ein Blick auf den Friedhof bei der St. Sebastianskirche. Denn dort liegt unter anderem die Familie Mozart und es gibt ein Denkmal für Paracelsus.

Aber auch die anderen Gräber sind interessant, ganz anders als in Deutschland. Wo wir hier überwiegend massive, quaderförmige Steine haben, gibt es in Österreich vor allem schlanke, fast schon filigran wirkende Metallkreuze. Manche sind mit Fotos verziert, viele geben zudem preis, welchen Beruf der Verstorbene hatte. Und da sind schon einige kuriose Bezeichnungen dabei: Fleischhauermeister (Metzger), Bahnrat, Thumbcapitl oder auch Großgrundsbesitzersgattin. Ein besonderes Flair spürt man auf einem weiteren Friedhof, dem direkt an der Erzabtei St. Peter, denn er schmiegt sich fast schon an die steilen Felsen des Mönchsbergs an. Noch viel bedrückender wirken diese, wie hohe Mauern anmutende Steine im weiteren Verlauf der Hauptstraße Richtung Norden, wo zahlreiche Häuser in den Felsen gebaut sind.

Ein Geheimtipp befindet sich direkt in unserem Hotel, dem Altstadthotel Kasererbräu in der Nähe des Kajetanerplatzes (Zimmer und Bad recht groß, dafür war es umso enger im Frühstücksraum, Service dort eher schlecht): das Mozartkino, nach eigenen Angaben eines der ältesten der Welt – und eines der wenigen mit offen sichtbaren römischen Überresten, im passend benannten Römersaal, dem kleineren der beiden, gelegen im Untergeschoss. 1905 wurden im Mozartkino schon Filme gezeigt. Für uns gab es aber am dritten Abend einen recht neuen: die Komödie „Abgang mit Stil“ (empfehlenswert).

Flach, flach, rund: Palatschinken, Wiener Schitzel und Mozartkugeln
Fehlt noch die Verpflegung – wichtig im Ausland und angesichts vieler zurückgelegter Kilometer. Die Stadt ist zwar nicht groß, aber es kommen doch einige kleinere Wege durch die vielen Gassen zusammen, die man dann am Ende des Tages spürt. Erste größere Pausen waren deshalb am frühen Nachmittag willkommen ;-).
Die meisten Cafés bieten zwar die Salzburger Nockerln (Eier und Mehl mit ganz viel Zucker) an, aber zum Glück auch andere Klassiker, wie Apfel- und Topfenstrudel, Palatschinken (siehe Foto, mit arg süßer Schokosauce) oder Kaiserschmarrn. An einigen Marktständen vor der Kollegienkirche wie auch bei einem kleinen Fest rund um die Domresidenz wurden „Salzburger Brezeln“ angeboten, riesige Teile mit Laugenüberzug, wie auch als süße Variante als Berliner und andere vermutlich aus Mürbteig (etwa Typ Mozart, mit Schokoüberzug und Marmelade).
Ein kleiner Tipp ist das „Café am Kai“ direkt am Müllnersteg nahe des Schlosses: Service top und zwar nur kleine Auswahl an Mehlspeisen und Kuchen, aber dafür gut. Einen guten Griff gemacht haben wir auch mit einer Art Tante-Emma-Laden mit angeschlossener Bäckerei und Sitzbereich am Kajetanerplatz. Dort gab es die größte Portion des Kurztrips, in unserem Fall Apfelkuchen mit Nüssen.

Nicht vorbei kommt man in Österreich wohl auch am Wiener Schnitzel, also dem echten, aus Kalbfleisch. Das gibt’s aber nicht überall, oft nur Schnitzel Wiener Art. Ein sehr gutes Original bekommt man im Lokal Zum Eulenspiegel (mit den obligatorischen (Petersilien)Erdäpfeln und Preiselbeeren). Sehr gute Backhendl, eine weitere Spezialität, hatten wir im Restaurant zum blauen Elefanten, gleich in der Nähe der Kollegienkirche, zusammen mit dem wohl besten Kartoffelsalat, den ich bislang in einem Lokal hatte.
Aber auch Vegetarier können fündig werden. Am ersten Abend landeten wir im „Herzl“, wo es Kasnock’n und Tiroler Spinatnock’n gab. Hört sich fast gleich an, ist es aber nicht. Ersteres sind quasi Kässpätzle (bzw. eher Knöpfle), das andere große grüne Klöße, die auf einem kleinen See aus Butter lagen und Käse oben drauf hatten. Alles in allem also keine figurfreundlichen Speisen, aber das war in Österreich auch nicht anders zu erwarten ;-).

Ach, und dann schon wieder Mozart. In zahlreichen Schaufenstern stapeln sich die mit Schokolade überzogenen Kugeln. Mal „Echte“, dann „Original“ oder „Traditionelle“ – jeder Konditor wirbt für seine spezielle Zubereitungsart. Aber egal, welche nun „die richtige“ ist: An Mozart kommt man in Salzburg auch kulinarisch einfach nicht vorbei.

Und hier noch eine Karte mit den persönlichen Stationen:

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Zehn Berufsjahre als Redakteurin – viel Zeit bei immer weniger Zeit

Schon wieder ist das erste Quartal eines Jahres fast rum, und auch das ganze Jahrzehnt hat eigentlich nicht mehr sooo lange bis zum Ende. Wie schnell die Zeit vergeht, habe ich auch unlängst wieder festgestellt. Denn eines Abends im Training gab es plötzlich eine Urkunde – Meine allererste Ehrenurkunde! – und eine Flasche Wein, für zehn Jahre Mitgliedschaft. Genauer gesagt, für: „hervorragende Verdienste um die Förderung des Sports und unermüdlichen Eintretens für ihre Ziele“. Und es ist nicht das einzige Zehnjährige dieser Tage.

Im Februar 2005 habe ich, nach einigem Suchen, ein Volontariat begonnen, bei einem auf Branchennachrichten spezialisierten Fachverlag. Zwei Jahre dann drehte sich mein beruflicher Alltag um Nachrichten und Berichte rund um Metallverpackungen und Logistik für Verpackungsunternehmen. Nicht genau das, was ich nach vorangegangenen drei Jahren bei einer Tageszeitung (Frankfurter Rundschau) wollte, aber ein Volontariat musste halt sein, um später doch noch meine Ziele zu erreichen.

Heute, zehn Jahre nach dem offiziell ersten Arbeitstag als Redakteurin (gut, das Jubiläum ist schon ein paar Tage her), bin ich dem näher, und es ist Zeit für eine kleine Rückschau. Viel hat sich seitdem getan. Meine eigene Arbeit ist schneller geworden. Und das nicht nur, weil während meiner ersten Wochen im Volontariat meine Redaktion noch alle 14 Tage das A4-Heft „Euwid Verpackung“ herausgegeben hat und dann auf wöchentliche Erscheinungsweise wechselte. Sondern vor allem in der Zeit danach. War das Arbeiten während meiner Ausbildung und der anschließenden Elternzeit noch sehr gemütlich, gab es danach ein anderes Tempo, als ich neben meinem Aufbaustudium der Journalistik als freie Mitarbeiterin für einen Lokalteil von Stuttgarter Zeitung und Nachrichten geschrieben habe, der nur drei Mal die Woche erscheint. Klassischer Terminjournalismus, aber auch viel Eigeninitiative waren gefragt.

Im Mai 2008 stieg ich dann bei dpa ein, zunächst als studentische Frührecherche (Zeitungen und Radiosendungen auswerten, Polizei-Rundruf etc.), später als Reporterin und nach Abgabe meiner Diplomarbeit am 30.12.2009 als Vertretungs-Korrespondentin im Mannheimer Büro, im Sommer dann habe ich für einige Wochen die Vakanz in Ulm überbrückt. Eine stressige Zeit, aber auch eine lehrreiche, mit interessanten Terminen, die aber beileibe nicht alle vergnügungssteuerpflichtig waren.

Viel Zeit vergangen – bei immer weniger Zeit

Doch viel Zeitdruck war auch damals schon nicht allzu förderlich, für die Autoren selbst, aber auch für das Image der Branche, wie ich finde. Denn es gab zum Beispiel die strenge Regel, dass spätestens zwei Stunden nach Beginn eines Termins eine Meldung ausgesendet sein musste. Das führte aber auch dazu, dass man oft während einer Gerichtsverhandlung kurz rausmusste zum tippen oder telefonieren, und vielleicht etwas Wichtiges verpasste. Oder ein Korrespondentenbericht (nicht mehr online) anlässlich eines Termins geschickt werden musste, der eigentlich gar nicht termingebunden im klassischen Sinn war, und der aufgrund des komplexen Themas noch Recherche für ergänzende Informationen gebraucht hätte.

Und auch in Zeitungsredaktionen hat das Tempo angezogen (wenngleich mir hier der Vergleich über viele Jahre fehlt, weil ich aufgrund meiner Vertrags- oder Arbeitssituation auf nur jeweils rund zwei bis drei Jahre gekommen bin), allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Bei der StZ war „Online first“ das Motto bei manchen wichtigen Terminen oder Themen, zudem kann ich mich auch an die eine oder andere Vorausmeldung erinnern, die ich, wie bei dpa Usus, auch für die Zeitung geschrieben habe.
Zudem gibt es immer mehr Informationsquellen, man stößt über twitter oder Facebook auf neue Themen, gerade im Lokalen, wenn ein Bürger einen Vorfall innerhalb einer Gruppe oder auf der Pinnwand der Zeitung teilt, und dem man rasch nachgehen sollte. Auch, weil manchmal Dinge behauptet werden, die nicht (ganz) der Wahrheit entsprechen, verbunden gerne mit den Vorwürfen, die Medien würden dieses oder jenes verschweigen. Ein Beispiel aus Bietigheim: Sonntagabends tauchten in einer FB-Gruppe (in der ich erst danach Mitglied wurde, als mir bei der Recherche ein Taxifahrer sein Handy zeigte) Kommentare auf, dass es in einem Stadtteil eine Schlägerei oder noch mehr gegeben hatte, überall Blutspuren waren, so viel, dass wohl jemand gestorben sei. Als am Montag nichts in der Zeitung stand (weil die Polizei nichts mitgeteilt hatte), kamen natürlich die Vorwürfe, dass es ganz sicher Flüchtlinge waren, die andere abgestochen haben, und dass das deshalb nicht gemeldet wird. Und so war man nicht nur mit der Recherche beschäftigt, sondern auch damit, Lesern zu antworten und zu erklären, warum man noch nichts mitbekommen hatte. Druck auch von einer früher nicht in dieser Form gekannten Intensität, „Leserbriefe“, schnell getippt.
Und dann gibt es wieder den hausgemachten Stress, weil auf die Redakteure immer mehr Arbeit zukommt, gerade mit Blick auf Online. Auch diese Kanäle sollen befüllt werden, nicht nur mit zwei oder drei Meldungen pro Woche, wie während meines Volontariats. Und das nicht nur mit Blick auf die Website, sondern auf die externen, nun nicht mehr ganz so neuen Medien: Facebook und Twitter sind Standard, dazu noch Instagram, Google Maps, WhatsApp, Snapchat (wobei: Vor einem Jahr Thema einiger Sessions beim Digital Media Camp in München, dieses Jahr kaum noch) sowie Storytelling, Datenjournalismus und was sonst noch alles da ist. Tolle Möglichkeiten, keine Frage. Aber es sind Möglichkeiten, die Zeit brauchen, um damit Vernünftiges für den Journalismus – und den Leser – zu machen. Zeit, die heute oft fehlt.

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Hello Helau!

Die fünfte Jahreszeit steuert auf ihren Höhepunkt zu. Thema ist das natürlich auch in den Lokalredaktionen – und selbst, wenn man kein besonderer Faschingsfreund ist, kommt man doch auf so manchen Artikel…

Aktuell gibt es von mir eine etwas andere Art der Vorschau auf den Bietigheimer Rathaussturm am Schmutzigen Donnerstag. Und eine Google Map mit einer Übersicht über Orte und frühere Artikel von mir.

 

Vorschau:

An diesem Tag, da ist‘s soweit,
mit viel närrischem Geleit,
heißt‘s für Kessing Abschied nehmen
von vielen schwier‘gen Themen,
mancher Räte spitzen Zungen
und Spitzen, die gelungen,
von manch ermüdender Debatte,
aber auch: der eigenen Krawatte.
Denn heut an Weiberfassenacht,
ist‘s vorbei mit Kessings Macht.
Narren zieh‘n zum Rathaus hin,
und ham dabei nur eins im Sinn:
den Schlüssel zu bekommen,
nachdem die Treppen sind erklommen,
die Reihen der Verteidiger gelichtet
und der Narrenbaum errichtet.

Doch was gibt es dort zu holen?
fragt sich mancher unverhohlen.
Denn nur die Macht macht keinen Spaß,
da muss doch noch was Einfach‘s sein, irgendwas
Wir haben deshalb nachgefragt,
hier nun das, was man uns gesagt:
Unten angefangen lagern die Geschenke,
Bücher, Gläser, alkoholische Getränke,
dazu noch einige Krawatten,
(nein, nicht die, die einige bis heut noch hatten)
die die Stadt so unterm Jahr verschenkt
und so die Gunst in günst‘ge Bahnen lenkt.
Dazu gibt‘s in so ’nem Haus,
viel‘ PCs samt Maus,
Stifte, Stempel und Papier,
und, ganz neu eingeführt hier,
Tablets, kleine, flache Computer,
wo mancher Rat erst fragte: tut er?
Doch bislang gab‘s kaum Klagen,
so das Hörensagen.

Ganz oben aber ist noch was,
schön platziert und unter Glas,
leicht versteckt und ohne Licht,
(sowas macht man eigentlich nicht)
eine Vitrine mit so manchem Souvenir
wohl ausgesucht mit viel Plaisir,
in Bietigheimer Partnerstädten,
als da wären Münzen, Ketten,
große, kleine Dekoteller,
vieles mehr für‘n Keller…
Denn nicht jedes Teil ist schön,
manches mehr zum Abgewöhn‘.
Doch das ist nicht der Grund für wenig Licht
sondern Strom, den‘s da gibt nicht
an dieser Stell‘ im alt‘ Gemäuer,
anders wär‘s, wär‘s Rathaus neuer.

So, das alles gäbe es zu holen,
doch wir hoffen, es wird nix gestohlen.
Denn für die Narren gibt es wirklich was:
perlend-spritzig‘ Nass,
spendiert vom Bürgermeister
für die Narrengeister,
damit sie gnädig sind gestimmt,
und ein jeder sich benimmt,
bis er wieder ist der Boss
und hat das Teil fürs Rathausschloss.

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Älles bio, älles subbr – die „Prenzlschwäbin“ im Forum

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„Net lacha!“, ruft Bärbel Stolz am Donnerstagabend immer wieder von der Bühne im fast ausverkauften Bürgersaal des Ludwigsburger Forums. Doch so ganz klappt das nicht. Mehrfach platzt es aus den Zuschauern heraus, als die als „Prenzlschwäbin“ bekannte Schauspielerin versucht, zur eigenen Entspannung in ihr „drittes Auge zu schnaufa“ – so wie man das halt macht im hippen Prenzlauer Berg.
Dort ist vieles anders, und mit ihren Parodien auf Youtube über die Erlebnisse einer Schwäbin in Berlin ist Bärbel Stolz so richtig bekannt geworden. Und auch beim Ludwigsburger Gastspiel ihrer Tour „Isch des bio?“ erfahren die Zuschauer, welche peinlichen Situationen sich ergeben können, wenn man in einer Berliner Bäckerei einkaufen will. Dass die Fachverkäuferin nein, das ist weder ein Langarmshirt noch ein Rollkragenpulli, sondern sind Tätowierungen sich blöd stellt, wenn man einen Berliner will, ist noch harmlos. Doch sogar das Brot kaufen wird’s schwierig, dort, wo altbackenes Bauernbrot zu „Vintage Farmer’s Bread“ wird. Voll hip eben.
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So sieht es aus, wenn man ins dritte Auge schnauft.

Ganz im Gegensatz zu den Wörtern Bitte und Danke. Mit denen komme man immer sehr weit, habe ihr ihre Oma beigebracht – doch die sei noch nie in Berlin gewesen, sagt die Prenzlschwäbin, denn dort bilde man sich auf schlechte Erziehung sogar noch etwas ein. Und dann berichtet sie von Erlebnissen mit knurrigen Busfahrern und Bedienungen in Cafés und Kneipen, die ihre Bestellwünsche („Bitte Bio!“) öfters mal ignorierten – ihr im Publikum aber viele Lacher garantieren.
Wohl größer aber ist der Kampf zwischen den Kulturen, nicht nur beim Kartoffelsalat, in den die Berliner „viel Kruscht“ (Champignons, Äpfel und   am meisten ihhh!“: Mayo) packen, oder wenn mal wieder das Auto eines verhassten Schwaben abgefackelt werde, in ihrem Fall schon drei Stück. Doch das bringt sie nicht aus der Ruhe, denn man solle eher Brücken bauen, statt sie einzureißen, findet sie. Und empfiehlt deshalb auch wagemutig Autonomen während einer Demo gegen Gentrifizierug und steigende Wohnungsmieten einen Bausparvertrag. So wird das nichts mit der Integration, und weil sie so voll krass schwäbelt“ scheitert auch ein Date mit einem Berliner (also einem lebendigen, keinem Pfannkuchen).
Zum Glück gibt es die Freundin Ulrike, die vor einem halben Jahr aus Bietigheim nach Berlin gezogen sei (mehr dazu weiter unten). Mit Ulrike lässt sich wunderbar anderen Menschen die Mülltrennung erklären und einen hippen Smoothie in der Sorte Linsen mit Spätzle bestellen. Doch irgendwann wird sie zur Konkurrenz um den begehrten Kita-Platz – und unerkannt aus dem Prenzlauer Berg gemobbt. Kinder seien zwar mittlerweile wieder out, aber nun hat sie halt mal den Hugo-Bruno-Luis und die Wikipedia. Und versorgt sie mit Bio-Fischschtäble und Co. Doch manchmal können sie durchaus anstrengend sein, zwischen all den anderen Kindern der anderen Hipster-Eltern. Immerhin: Ganz so modern ist die Prenzlschwäbin dann doch nicht, denn sie will ihre Kinder nicht später selbst entscheiden lassen, welches Geschlecht sie haben, und ihnen bis dahin einen neutralen Namen wie Emoji geben. Ist ja auch nicht schön, besser wären doch Städtenamen. Wie Magdeburg, oder eben Bietigheim.
Ganz so leicht ist dann doch nicht alles, auch nicht die viele Fotografiererei des eigenen Lebens und das „Fremdie“ mit dem Publikum, das sie mithilfe ihres am Schluss auftauchenden Bruders Martin macht (mit dem sie zu Beginn schon aus dem Off eine Diskussion um ihren Kartoffelsalat geführt hat), weil der „Selfieschdecka“ fehlt. In dem Fall könnte aber auch eines helfen: einfach ins dritte Auge atmen. Und so viel lachen, wie es das Ludwigsburger Publikum getan hat.

 

Dieser Text erschien in einer gekürzten Fassung am 28. Januar in der Bietigheimer Zeitung. Und gerade wegen dieses Ortes musste ich Bärbel Stolz nach der Show fragen:

 

Warum ausgerechnet immer wieder Bietigheim? „Ich mag den Namen total gerne. Ich hatte eine Nachbarin, als ich Kind war, die kam ursprünglich aus Bietigheim. Und hat das t so weich ausgesprochen [macht es vor]. Das fand ich super.“
Und gibt es auch eine Freundin namens Ulrike? „Ja, die ist tatsächlich aber Berlinerin. Und die nehme ich immer gerne mit. Bei einem Auftritt in Esslingen saß übrigens mal eine echte Ulrike aus Bietigheim im Publikum. Das bleibt dann in Erinnerung.“
Warst du denn überhaupt schon mal in Bietigheim? „Nein, ich bin immer nur dran vorbei gefahren. Aber vielleicht klappt es ja mal. Es muss ja auch noch Träume geben. Vom Mythos Bietigheim.“
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Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

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Nein, 2016 war ich nicht gerade kreativ, was die Ziele meiner Reisen und Kurztrips anging, alles schon mal dagewesen. Erst im März eine Woche Gran Canaria, ein paar Tage München, dann über die Brexit-Entscheidung nach London, rund um den Geburtstag nach Hamburg – und zuguterletzt drei Tage Berlin mit einem Angebot des örtlichen Tourismusbüros (Bahnfahrt + Hotel). Wobei man auch da immer wieder etwas Neues machen kann.

Und so waren wir unter anderem im Kabarett und beim rbb. Schon das „Haus des Rundfunks“ ist sehenswert, von außen merkt man das allerdings weniger, da das große Hochhaus daneben, in dem vor allem die Verwaltung sitzt, eher die Blicke auf sich zieht. Der Grundriss entspricht dem eines Dreiecks, mit leicht nach außen gewölbten Seiten. Im Innern sind die Sendesäle, schon damals so gebaut, dass sie weit weg und möglichst gut abgeschirmt vom Straßenlärm sind. Beeindruckend war auch der größte der Säle, in dem öfters Veranstaltungen sind oder Konzerte gespielt werden. Interessant waren auch die Farbenspiele in einem der Säle, in denen die TV-Aufzeichnungen stattfinden, und in denen modernste Technik steckt. Für mich als Print-Redakteurin beneidenswert war dann zu sehen, wie gelassen und wenig gestresst die anwesenden Radioleute waren.

Auch die anderen Tage waren mit Besichtigungen gefüllt. Unter anderem mit einem Rundgang mit einer lustigen wie auch kompetenden Stadtführerin vom Brandenburger Tor über das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas (auch echte Qualitätsarbeit, die Stelen, mit ihren zahlreichen Rissen) und weiter Richtung Checkpoint Charlie bis zum Gendarmenmarkt.

Relativ lange waren wir zudem im Deutschen Film- und Fernsehmuseum. Dort gab es anlässlich der 1000. Sendung eine Sonderschau zum Tatort, mit Zusammenfassungen einzelner Epochen und einem Ausblick auf eine Folge aus Ludwigshafen, die erst 2017 kommt. Und zahlreiche Ausstellungsstücke, etwa das hässliche Teil, das Götz George oft anhatte, und das zum Glück unter Glas luftdicht verschlossen war ;-).

Nicht fehlen durften natürlich auch die Fahrten mit dem 100er oder 200er Bus von unserem Hotel in der Nähe des Bahnhofs Zoo aus („Lindner“, aufgrund der sehr guten Erfahrungen aus Hamburg). Verzichtet haben wir diesmal auf einen Besuch im Zoo, ist in der dunkleren Jahreshälfte vielleicht auch nicht so sehenswert (v.a. in Relation zum Eintrittspreis). Aber immerhin gab’s Fische zu sehen. Denn obwohl ich schon recht oft in Berlin war, bin ich noch nie in dem Hotel mit dem riesigen Aquarium gewesen, in dem wir zwischendrin Pause gemacht haben – und bei all den Kilometern, die wir zurückgelegt haben, waren die auch nötig.

So, nun mal sehen, wo’s 2017 hingeht. Diesmal werden aber Premieren dabei sein. Denn Salzburg steht auf jeden Fall schon mal auf dem Plan. Und bestimmt irgendwas Warmes in den ersten Monaten des neuen Jahres.

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Stuttgart sieht rot – die US-Wahlnacht des DAZ

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Es war die Nacht der großen Entscheidungen: Linker oder rechter Eingang? Roter oder blauer Button? Reden oder Musik? Chili con carne oder Tortilla Chips mit Dips? Dieses oder jenes Plakat? Und letztlich vor allem: Trump oder Clinton? Denn darum ging es am vergangenen Dienstag, im Konferenzgebäude der IHK Region Stuttgart. Von 21 Uhr an gab es ein Programm rund um die US-Wahl – und deren Ausgang hat Stuttgart quasi schon vorausgesagt. Denn kurz nach Beginn der Veranstaltung lagen nur noch wenige rote Trump-Buttons auf dem großen Tisch am Eingang. Sie waren stattdessen an vielen Jacketts zu finden, während die blauen Hillary-Anstecker noch auf Träger warteten.

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Ja, Jacketts. Denn Klischees wurden an diesem Abend reichlich bedient. Es waren überwiegend Männer im Anzug und mit Manschettenknöpfen und ähnlichem, die sich für Trump entschieden hatten, während Blau eher bei Frauen und Farbigen zu finden war. Sie alle aber erlebten ein echtes Wechselbad.
Jubelten bei den ersten Wahlergebnissen, übertragen von CNN auf die Stuttgarter Großbildleinwand, gegen halb zwei zunächst die Trump-Anhänger, waren es später die von Clinton. Ehe dann, weit nach dem offiziellen Ende, am frühen Morgen schließlich Trump samt Familie die Bühne betrat, manche müde, andere voller Kreide, wie böse Zungen sagen.

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Ganz links: Dennis O’Donohue von den Demokraten, ganz rechts Michael D. Pierce. Dazwischen Professoren und SWR-Moderator Günther Laubis.

Die hatte zumindest keiner der Teilnehmer eines angebotenen Podiums gefressen gehabt. Viele Zwischenrufe bei den Beiträgen des jeweils anderen lieferten sich vor allem die Vertreter der konkurrierenden Parteien. Michael Pierce, Sprecher der Organisation „Republicans Overseas“ hatte sich vor der Runde siegessicher gegeben, und für ein Foto selbstbewusst mit erhobenem Daumen und breitem Grinsen posiert. Er verteidigte Trump vehement, seine Aussagen seien von vielen falsch gedeutet, was ihm auch aus dem Publikum Buhrufe einbrachte. Trump sei gefährlich, vertrat Dennis O’Donohue (Democrats Abroad) die Gegenmeinung.

Das war auch die These, die sechs der jugendlichen Mitglieder der Debating Society Germany als Aufgabe für ihre „Show Debate“ bekommen hatten: „Ist Trump eine Gefahr für den Frieden?“ mussten drei von ihnen begründen, andere widerlegen – alles auf Englisch. Und Show Debate war auch der passende Ausdruck, manche der Schülerinnen wirkten schon sehr übertrieben und unnatürlich, wenngleich ihr sprachlicher Ausdruck und  ihr Wissen und ihre Argumente sehr beeindruckend vorgetragen wurden. Gereicht hat es übrigens da ebenfalls nicht für das Clinton-Lager, die anschließende Publikums-Abstimmung, wer besser argumentiert hatte, gewannen die Gegner der gestellten These deutlich.

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Doch natürlich ging es nicht nur um Politik und harte Fakten – wie könnte das angesichts des vorangegangenen Wahlkampfs auch anders sein. Youtuber Mirko Drotschmann aka MrWissen2go zeigte Beispiele von Verschwörungstheorien wie die einer Doppelgängerin von Clinton oder dass diese aufgrund unterschiedlichster genannter Krankheiten schon längst tot sein müsste. Nicht fehlen durften auch die „Neuvertonungen“ von Wahlkampfauftritten, einmal musikalisch, einmal auf Schwäbisch. Ein Stockwerk drüber wurde unterdessen Country und anderes gespielt, es gab Muffins und Herzhaftes, Kaffee, US-Bier und deutsche Ökolimo und in einzelnen Vortragsräumen wurde das Wahlsystem erklärt, Spiele angeboten, die besten Plakate von Schülergruppen gewählt oder Video-Botschaften von Vertretern befreundeter Stiftungen übertragen. Und man konnte sich mit diversen Wahlkampf-Utensilien ausgestattet fotografieren lassen. Natürlich wahlweise mit Clinton oder Trump. Bis, so sehen es sicher viele, zum Morgengrauen.

Was nun in den kommenden Monaten folgt und was gewesen wäre, wenn…? Keiner weiß das so richtig – ein paar gute Gedanken dazu gibt es aber hier.

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Ausflug nach Karlsruhe

ksc_leeres-stadion
Ach, ich weiß gar nicht, was da heute beeindruckender war. Schon am Morgen die Tatsache, dass rein zufällig ausgerechnet die Lok des Fanzugs liegenbleibt wegen technischen Defekts, die großen Löcher mitten in den Straßen (für die U-Strab – und trotzdem gilt wohl immer noch Stuttgart als größte Baustelle Europas, oder? Also nicht mal nen Titel für KA…), die Erkenntnis, dass es nix hilft, wenn man noch nie so schnell auswärts in ein Stadion reingekommen ist (man muss ja auch wieder raus, Stichwort Blocksperre, weshalb man wenigstens ein leeres Stadion fotografieren kann), die kuriose Art und Weise, wie man im Wildpark die Aufstellung der Gästemannschaft präsentiert (durch ein Bestattungsunternehmen) und die Kartenstatistik (durch einen animierten Mülleimer mit KSC-Logo), dass ausgerechnet die Versicherung „die württembergische“ Sponsor ist und über dem KSC-Stehblock wirbt, die große Choreo mit einer ungewöhnlichen Weitsicht, wer denn der spätere Sieger sein würde (der, auf den die Hand zeigt 😛), dass VfB-Fans mal klatschen, wenn KSCler vorbeilaufen (nämlich beim Auslaufen, direkt vor unserer Nase – man hätte auch auf nur einer Spielfeldhälfte rennen können) – oder einfach nur das Ergebnis? Uno, due, tre – Tore und Punkte

Der in früheren Spielzeiten oft beschworene „goldene Oktober“ – der Monat, in dem nach den fast schon traditionellen Fehlstarts endlich Punkte aufs Konto kommen sollten – war damit wirklich mal einer. Aber auch einer, in dem es mit den Siegen klappen musste, um das „Abenteuer“ Zweite Liga schnell wieder beenden zu können (wie beim letzten Mal, dazu ein Verweis auf einen früheren Artikel zu Fußballvereinen im Ländle). Ein Abenteuer, das uns zu Monatsbeginn eine Mitgliederversammlung bescherte, mit einer Stimmung vergleichbar der Mäuser-Wahl. Auch damals hatte der Aufsichtsrat nur einen Kandidaten präsentiert, wenngleich einen, der nicht schon bei der Bekanntgabe so polarisierte wie Dietrich. Auch damals wurde das Schreckgespenst des völligen Chaos, vielleicht sogar bis zu Problemen mit der DFL, heraufbeschworen, sollte der Wunschkandidat nicht gewählt werden. Auch damals hatte der Kandidat in seiner Vorstellung auf der Bühne wenig Habhaftes präsentiert.
Wolfgang Dietrich hatte – anders als früher – dazu sogar mehr Gelegenheit, denn diesmal setzte man mehr auf den „Dialog“ im Vorfeld, und hatte zu gleichnamigen Veranstaltungen eingeladen. Eine geriet zum Desaster, eine weitere zwei Tage später, bei der ich war (damit der Platz für unseren Fanclub nicht verfällt; meine Meinung über ihn stand fest, seit er sich bei S21 öfters als wenig integer gezeigt hat), dürfte nicht allzu viele Skeptiker überzeugt haben. Das galt auch bei der MV selbst, bei der überraschend viele Kritiker Rederecht bekommen hatten, unter anderem auch Chris Prechtl, der „nur noch eine Frage“ an den Kandidaten vor allem zu seiner Quattrex-Beteiligung hatte – und dann a), b), c) usw. anfügte ;-), allesamt aber scheinen mir nach wie vor sehr fundiert zu sein. Anders als etwa Redebeiträge von Dietrich-Befürwortern, allen voran der des Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, der auf der Bühne ein Loblied auf sich selbst und sein Engagement für benachteiligte Kinder sang, ohne jeden Bezug zum VfB. Oder der des Unternehmers, der den Dietrich-Kritikern, die den „Spalter“-Aufkleber entwickelt hatten, vorwarf, er habe mit ihnen gesprochen und sie hätten kein Konzept. Gut, dass man danach einem der so Gescholtenen Rederecht gab – und der widersprach. Man habe nie miteinander gesprochen und der Unternehmer habe mitnichten den Kontakt gesucht.
Am Ende hat es für Dietrich und die Unternehmer-Fraktion knapp gereicht. Wie das allerdings ausgegangen wäre, wäre die deutliche Niederlage in Dresden (0:5) eine Woche früher gewesen und nicht der Heimsieg gegen Fürth (4:0), ist mehr als fraglich…

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