Auf fünf Beinen durch die Wüste Gärtringen

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Die Wüste ist gar nicht weit entfernt. Eine Stunde mit der S-Bahn, gut einen Kilometer laufen, und schon steht man in einer Oase mit Kamelen, Ställen und Sand, umgeben von Palmen. Naja, fast, denn letztere waren vielmehr Obstbäume in der eher landwirtschaftlich geprägten Gegend westlich von Gärtringen (Kreis Böblingen) mit Maisfeldern, Kartoffelackern und grasenden Rinderherden. Und eben Kamelen, auf dem Hof der Familie Herz. Regelmäßig gibt es dort Veranstaltungen, ausgerichtet vor allem auf Kinder.

Für die gab es bei einem vom Haus der Familie organisierten Nachmittagstermin viele Einblicke in die Haltung und das Leben der Tiere. Etwa, warum die Dromedare des Hofes so lange Wimpern haben, oder was sich in dem großen Höcker befindet – alles als Schutz und Überlebensstrategie bei langen Wanderungen in der Wüste. Und auch wenn sich die Sandflächen zum Suhlen auf nur wenige Quadratmeter inmitten von Rasen beschränkten, so staubten die Kamele beim anschließenden Striegeln doch ganz schön.

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Highlight des Dromedar-Teils dürfte aber unbestritten die kurzen Rundritte gewesen sein. Nachdem die Tiere sauber waren, wuchtete die Besitzerin mehrere Sättel auf ihre Rücken, die zwar recht lang waren und den Höcker umschlossen, aber dennoch nur auf dem hinteren Teil Platz für einen Erwachsenen samt Kind boten. Über eine aufgestellte Leiter ging es nach oben – ein Vorgeschmack auf das Gewackel, das dann folgen sollte. Denn durch den Passgang – die Beine einer Seite werden immer gleichzeitig angehoben – schaukelte es ordentlich. Da half auch das fünfte Bein nicht, von dem nicht nur die Kinder zuvor staunend erfahren hatten. Denn so wird die – wie die „Finger“, auf denen sie laufen – verhornte Brustplatte genannt. Zwei Runden (bei mir wegen zwei Kindern vier) ging es auf dem Wüstenschiff entlang des Geländezauns.

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Vielleicht war es gut, dass fast alle ordentlich durchgeschüttelt und damit wach waren. Denn die Lamas auf der Fläche nebenan und die Erläuterungen der Besitzer erforderten die volle Aufmerksamkeit. Nicht jedes Tier durfte überall gestreichelt werden, zudem musste man genau auf die Augen und Ohren achten, eines sollte man besser gar nicht direkt anschauen. Zweimal ging das mit den Vorsichtsmaßnahmen allerdings schief. Ein kurzer Huster, und schon hatte eine Frau ein wenig Lama-Spucke auf dem Oberarm – zum Glück nur die harmlose Variante, und nicht „von unten hochgeholt“, so die Besitzerin.

Deutlich besser funktionierte da die „Prüfung zum Lama-Führerschein“. Jedes Kind bekam ein Tier an die Leine und führte es über einen Parcours. Geduldig lief ein Lama sogar hinter einer Zweijährigen über die Wippe, über Hürden und im Slalom an den Hütchen vorbei. Und dann schnurstracks im „Ziel“ auf die Besitzerin zu, die Leckerli zum Verteilen dabei hatte. Die wurden anschließend von den Kindern an ihre geführten Tiere verfüttert – wenn schon nicht in der Wüste, dann zumindest fast so wie im Paradies.

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Journalismus, VR und 360°: Reisen in ein Stasi-Gefängnis und durch den Kölner Dom

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Der Abgrund ist nur noch einen Zentimeter entfernt. Vorsichtig nach vorne beugen. Unter mir Steinfliesen, bemalt, schön anzusehen – aber eben gefühlt 20 Meter tiefer. Ich bewege mich noch ein wenig nach vorne, über den Rand des Vorsprungs hinaus – doch der freie Fall bleibt aus. Denn das Geschehene spielt sich nur virtuell ab, in einer Hightech-Brille, die ich aufhabe, und die mich binnen Sekunden nach Köln gebracht hat, ins Innere des Kölner Doms. Die Brillen gehören Stefan Domke und David Ohrndorf, die als feste Freie viel für den WDR machen und sich am Samstag auf eine ganz echte Reise begeben haben, nach Karlsruhe ins ZKM, zu einer Fachveranstaltung des Journalistenverbandes zum Thema Virtuelle Realität und 360-Grad-Technologien.

Die Schlagworte sind mittlerweile immer häufiger zu hören. 19 Prozent haben bei einer Umfrage des Branchenverbands bitkom angegeben, schon einmal eine VR-Brille benutzt zu haben, so Moderator Gregor Landwehr. Mit dieser können sie vor sich Landschaften und ähnliches sehen, die durch einen Computer oder gar nur das angebrachte Smartphone und eine App übermittelt werden. Etwas anders funktioniert das Prinzip Augmented Reality. Hier werden Objekte in tatsächlich direkt vor einem existierende Umgebungen eingeblendet, prominentes Beispiel ist das Smartphone-Spiel Pokémon Go.

„Beklemmende Erfahrungen“ für Nutzer
Doch wie auch journalistische Inhalte auf diese Weise präsentiert werden können, zeigte Jana Wuttke. Große Resonanz gab es etwa für Projekte zum Thema Polizeigewalt und dem Eingesperrtsein in einer Zelle, die „sehr beklemmende Erfahrungen“ böten, ebenso zum Hunger in Los Angeles. „Virtuelle Realität bietet eine andere Perspektive“, so Wuttke, die Nutzer könnten sich besser in eine Situation hineinversetzen.

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Das gelte auch für ihr eigenes Projekt, die App „Stasiverhöre – Manipulierte Geständnisse“, die man mit dem eigenen Smartphone und schon günstig erhältlichen Cardboards nutzen kann. Nachdem die für sie wichtigen Fragen – ob man eine Geschichte in einem Raum erzählen kann, und VR einen Mehrwert bietet, um das Spannungsverhältnis von Sprache und Macht besser erlebbar zu machen – mit Ja beantwortet waren, ging es an die Arbeit. Monatelang recherchierte sie in 24.000 Tondokumenten mit Stasi-Verhören und hörte sich stundenlange Aufzeichnungen an. Dabei stieß sie auf Uwe Hedrich, der 1989 aus der DDR flüchten wollte und geschnappt wurde. „Die Stasi hat an ihm ihr ganzes Programm abgespult. Am Anfang klangen die Verhöre fast kumpelhaft, Ziel war es, den Vernehmer als Vertrauensperson aufzubauen. Und am Ende, die Gefangenen zu entmenschlichen.“

Herausforderungen für Technik und Ethik
Die Entscheidung, VR einzusetzen und nicht einfach mit 360°-Technologie einen Verhörraum abzufilmen, war schnell getroffen. Denn die Umgebung sollte abstrahiert, und nicht einfach Szenen nachgespielt sein, was wie eine „geschichtliche Geisterbahn“ gewesen wäre, so Wuttke. Der Nutzer kann bei VR zwar aktiver steuern, was er sich wann in dem Raum anschauen möchte, allerdings muss der Journalist viel stärker überlegen, wie er die Informationen präsentiert und verdeutlicht, wo diese zu bekommen sind.
Wichtiges Mittel war für Wuttke und ihr Team eine Stimme aus dem Off – die ebenso dann zum Einsatz kam, wenn die abgespielten Original-Töne ein zu starkes emotionales Erlebnis beim Hörer hervorgerufen hätte. Zu vielen Diskussionen über die Balance zwischen „tiefen Erlebnissen“ und der journalistischen, einordnenden Information habe das in ihrem Team und weiteren Unterstützern – 3D-Designer, Dokumentarfilmern, Tonmeistern – geführt. Gearbeitet wird in dem Projekt, für das die Nutzer gut eine halbe Stunde Zeit mitbringen sollten, auch mit Toneffekten wie ein klingelndes Telefon, dessen Hörer man virtuell abheben kann, oder angeleuchtete Dokumente auf dem Tisch, beides bietet weitere Hintergründe.
Die Technik und Anforderungen haben Wuttke und ihrem Team viel abverlangt, gerade was die Modellierung des Raumes, aber auch der Töne anging, die wie in einer echten, dreidimensionalen Umgebung sein sollten. Allein 300 Stunden Entwicklerarbeit stecken in dem Projekt. Gerade die internen Diskussionen um Emotion versus Information zeigen aber auch, dass viele ethische Fragen noch nicht geklärt sind und Standards fehlen – bis wohin soll das Erleben gehen? Und wer sorgt dafür, dass in der virtuellen, so real daherkommenden Welt keine Fakenews verbreitet werden? „Die Boulevardisierung wird kommen“, ist sich Wuttke sicher. Und ebenso: „Irgendwann wird es auch Gaskammer-VR geben.“

Nach Tschernobyl und im Kölner Dom
Blog_djv_ohr und domStefan Domke und David Ohrndorf arbeiten dagegen vor allem mit der 360°-Technik. Unter anderem waren sie in Pribjat, direkt neben Tschernobyl. Eindrucksvolle Bilder haben sie von dort mitgebracht, aber auch die Hürden der Technik erlebt. Denn den Ton, etwa von Tritten auf Glassplittern in verlassenen Gebäuden, hatten sie nur in Stereo aufgenommen. Doch wenig später wäre bei Youtube, dem Ausspielkanal ihrer Wahl, auch eine Wiedergabe in 3D möglich gewesen.

Sie zeigten zudem verunglückte Beispiele, etwa weil Menschen bei der Aufzeichnung zu nah an den Kameras waren, oder direkt in dem Bereich standen, in dem sich die Blickfelder zweier Kameras überlappen und es dadurch zu Stitchingfehlern kommt. Ungünstig sind auch Schnitte in dem fertigen Video, die den Nutzer irritieren, weil er bis kurz zuvor noch steuern konnte, wohin er sehen will. Viel zu bedenken gab es auch bei ihrem mit dem Grimme Onlineaward preisgekrönten Projekt, dem virtuellen Gang durch den Kölner Dom – Platzierung der Kameras, stabile Verschlüsse für deren Flüge, Lichtverhältnisse in dem dunklen Gebäude. Im Endergebnis bieten sich den Nutzern, die die Hightech-Brillen aufziehen, in denen das Programm abläuft (möglich ist es aber auch mit einfacheren Modellen), nun verschiedene Episoden. Über Markierungen, die man anvisiert, kann man den Dom und seine Umgebung in verschiedenen Epochen sehen, Infos zu geheimnisvollen Ecken bekommen oder sich einfach in dem Gebäude umschauen und fortbewegen. Das funktioniert, indem man bestimmte Markierungen fixiert, die einen einige Meter vorwärts bringen – fast schon wie beim Beamen.

blog_djv_neue ausstellung zkmIn ganz andere Welten ging es nach den praxisnahen Vorträgen und Diskussionen: in die Ausstellungsräume des ZKM, das an vielen Stellen noch an seinen früheren Zweck als Munitionsfabrik erinnert.“Es könnte keinen besseren Ort für Ihre Veranstaltung geben als dieser hier“, hatte die Pressesprecherin des Museums zur Begrüßung gesagt, denn 1989 wurde das Gebäude umgewidmet, um Kunst und das digitale Zeitalter zusammenzubringen. Ganz neue Wege beschreitet das ZKM auch mit der kurz nach unserem Besuch eröffneten Ausstellung „Open Codes. Leben in digitalen Welten“. Gezeigt werden Kunstwerke und wissenschaftliche Arbeiten, die sowohl auf analogen wie auch auf digitalen Codes basieren – eine ungewöhnliche Mischung, die zudem zum ersten Mal keinen Eintritt kostet, um auch dem Gedanken von freier Bildung Rechnung zu tragen.

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Die Bundestagswahl gebacken bekommen

Man nehme 700 Aussteller, gebe eine fünstellige Besucherzahl dazu, fülle alles auf eine 55.000 Quadratmeter große Fläche und lasse es für vier Stunden durchziehen, gebe danach noch zwei Kreuze, ein paar Minuten Spannung und zirka 20 Prozent Zustimmung dazu – und dekoriere am Ende alles mit Muffins mit verschiedenen Zutaten und Farben. Fertig ist mein 24. September – mit Besuch der Messe Südback vom Vormittag bis zum frühen Nachmittag und anschließendem Dienst am Wahlabend.

Los ging es natürlich mit dem Wahlbacken von Muffins in Parteifarben:

Das Ganze hat mittlerweile schon Tradition, zur Kommunal- und Europawahl 2014 gab’s zusätzlich ein Frühstück mit Zutaten aus den entsprechenden Ländern – und angesichts der für viele frustrierenden Ergebnisse den Salat… Eine Premiere war diesmal am Wahltag aber der Besuch der Fachmesse Südback, nachdem ich zuvor aus diesem Bereich nur die Slowfood und die Intergastra (ebenfalls wie die Südback nur alle zwei Jahre) kannte.

blog_btw_südback brötchen wildbakersAm interessantesten für mich waren die Vorführungen, allen voran die der Wildbakers aus Gomaringen. Die beiden Herren zeigten dabei nicht nur ungewöhnliche Kreationen (mit Roter Beete eingefärbtes Brötchen und gefüllt mit Pulled Pork, Apfelmus, Röstzwiebel, zudem Brotlasagne mit Toastscheiben, Früchten und Schmand), sondern auch viel Humor. Etwa mit Sprüchen wie: „Was ich geil find: wenn das Baguette am Rand n bisschen schwarz ist. Schönes Farbenspiel. Scheiß auf Acrylamid.“ oder Haushaltstipps wie „Mit Olivenöl ist es wie mit Rum oder Wodka. Viel hilft viel.“ Wobei sie einen eigenen nicht so ganz beachteten, und einer der Herren schließlich nach dem Gebrauch der Sprühdose einmal ordentlich saubermachen musste.
blog_btw_krümelAufgrund der wenigen Zeit wurde es leider nur ein kurzer Rundgang, aber auch da ließ sich einiges entdecken. Vor allem, dass der Burger-Trend bei Großbäckereien oder Zutatenlieferanten ebenso beliebt ist. An vielen der Ständen, an denen live gebacken wurde, gab es zentimeterhoch geschichtete Zutaten zwischen Brotscheiben oder Ähnlichem. Manches ließ mich dann aber doch rätseln, wie man das einigermaßen unfallfrei essen kann. „Kein Problem, viele Bäckereien haben ja auch Sitzbereiche“, sagte ein Vertreter – wenngleich für mich hier dasselbe gilt wie für Halbe Hähnchen: lieber daheim in den vier Wänden 😉

Zum Abschluss des gut dreistündigen Aufenthalts gab es Poffertjes an einem Stand (an dem es natürlich ebenfalls Brotburger gab) und einen Zwischenstopp in einer Eisdiele in Plieningen. Weiter ging’s über mein Wahllokal (praktisch gelegen direkt vor der Haustür, ich glaube, ich habe bislang kein einziges Mal in demselben beim nächsten Mal wieder gewählt), das die Gelegenheit nutzte um für einen Besuch im altersheimeigenen Café zu werben, in die Redaktion, um schon ein bisschen vorzubereiten und bei den Nicht-Wahlseiten miteinzusteigen.

blog_btw_wahlplakate

Für die Wahl selbst war ich dann zur Berichterstattung bei der SPD im Wahlkreis Neckar-Zaber eingeteilt. Wahlparty mag man es ja schon gar nicht mehr nennen, zumindest nur für die kurze Zeitspanne zwischen meinem Eintreffen um zehn vor sechs – es wurde gerade „Und ich mach‘ mein Ding“ von Udo Lindenberg gespielt) und der ersten Prognose kurz nach 18 Uhr. Es war zwar schon vorab klar, dass der Kandidat Thomas Utz gegen Eberhard Gienger keine Chance auf ein Direktmandat hat und sein SPD-Landeslistenplatz ebenso ungünstig war, doch das Ergebnis hatte er sich dann doch anders vorgestellt. „25 plus X“ gab er kurz vor 18 Uhr als Ziel aus – geworden sind es letztlich bundesweit 20,5, im Wahlkreis Neckar-Zaber nur 16,5 Prozent (bzw. 19,7 für Utz direkt). Bis das eigene Endergebnis kam, dauerte es aber sehr lange, nach der Bekanntgabe des ersten Wahlbezirks bin ich zurück.

Dann hieß es fleißig tippen. Beziehungsweise eher, das Wichtigste in eine kleine Textbox für die Party und ein Zitat des Kandidaten zu packen; dazu noch die Wahlsplitter mit kuriosen Begebenheiten zu füllen – und nebenbei essen. Montags stand dann der Nachklapp mit Bewertungen einiger SPD-Kommunalpolitiker an – zum Glück waren alle erreichbar (weil teils auch schon am Freitag abgefragt, wer wann da ist) und ich hab alles rechtzeitig wie gewünscht gebacken bekommen 😉

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Laufend neue Texte – Berichterstattung rund um den Schäferlauf

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500 Einsatzstunden haben Polizeibeamte insgesamt an den vier Tagen des Markgröninger Schäferlaufs dor Dienst geschoben. So vermeldet es die Polizei zumindest am heutigen Dienstag, nachdem die Traditionsveranstaltung beendet ist. Gut, ganz so viel war es bei mir zum Glück nicht (zumal ich es auch noch nicht auf so viele Stunden bei meinem neuen Arbeitgeber bringe) – aber doch einiges.

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Los ging es mit ersten Vorbereitungen für eine Beilage, danach, rund anderthalb Wochen vor dem letzten Augustwochenende, ging es weiter mit einem Pressegespräch, das Stoff lieferte für einen Bericht am nächsten Tag und die Beilage.  Großes Thema war natürlich die Sicherheit, angesichts der jüngsten Terroranschläge – von denen einer erst noch kommen sollte – aber auch die Folgen des Brandes in der Altstadt.

Deutlich gelassener war da doch der Beginn der Festtage selbst – zumindest für Zuschauer und Berichterstatter beim Leistungshüten am Freitagmorgen. Denn manch einer der Teilnehmer hatte zu kämpfen mit der ihm unbekannten Herde des Markgröninger Stadtschäfers. Vor allem, wenn er gleich zu Beginn dran war und die Tiere noch nicht vertraut mit den Begleitumständen des Wettbewerbs, wie einem rasch auf sie zufahrenden Auto oder dem Pulk an Zuschauern. Da könnten sie vom Bürgermeister eigentlich einiges lernen, der es doch immer wieder versteht, Aufmerksamkeit zu erzeugen mit Ideen zum Weltkulturerbe oder schon so einigen Auseinandersetzungen, etwa dem rund um den „Zigeunerwagen“.

Am Samstag ging es dann morgens weiter, mit der Begrüßung des Landrats, der jedes Jahr dafür dichtet. Allerdings ließ er diesmal seinen Zylinder sprechen, über den Schäferlauf, aber auch über kommunalpolitische Themen wie Bauprojekte oder die umstrittene Stadtbahn Richtung Ludwigsburg.

Nicht fehlen dürfen bei der Traditionsveranstaltung auch der Festzug und die Wettläufe und Tänze auf dem Stoppelfeld (mit Wiederholung am Sonntag, wenngleich nicht so im Rampenlicht, weil die Redakteurer ja irgendwann alles schreiben müssen).

Der Montag steht dann traditionell im Zeichen der Märkte in der Altstadt und des abschließenden Feuerwerks beim Vergnügungspark. Für mich war der Tag eher ruhig, für das Porträt war schon recherchiert, die Ideen für eine Leiste mit Splittern gesammelt. Am Dienstag gab es dann nur noch die Recherche zur Sicherheitsbilanz zu erledigen, und der Schäferlauf damit arbeitstechnisch weitgehend abgearbeitet – wie auch für die Einsatzkräfte.

 

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Der Zug ist abgefahren: der Bahnhof Schwäbisch Hall und seine kuriosen Fahrplanauskünfte

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Die vergangene Woche war, lokaljournalistisch gesehen, ganz schön abgefahren: gefährlicher Straßenverkehr auf der B10, Planungen für ein Parkraummanagement und eine Fahrradaktion waren die Themen, dazu kam gleich am Montag ein Termin zu den Tariferhöhungen beim VVS und Strafzahlungen wegen der vielen Verspätungen bei der S-Bahn. Und das hat mich daran erinnert, dass da noch eine Geschichte offen war: die rund um die Bahnhöfe in Schwäbisch Hall und die der zu einigen Zeiten doch sehr kuriosen Fahrplanauskunft.

Begonnen hatte alles mit einer nächtlichen Fahrt mit dem Zug nach Schwäbisch Hall. Doch die hätte eigentlich gar nicht stattfinden dürfen. Sagte zumindest die Auskunft auf bahn.de, ebenso der Fahrkartenautomat. Späteste Verbindung von Stuttgart nach Hall sei gegen 20 Uhr. Anders aber die Auskunft der Nahverkehrsgesellschaft des Landes, efa-bw.de. Und die hatte recht – oder doch auch nicht? Denn im Stuttgarter Hauptbahnhof wartete um kurz nach 22 Uhr am Gleis ein dunkler Zug auf die Reisenden (plus kaputte Tür, aber das scheint fast normal). Immerhin: es saßen schon andere Menschen drin. Kurz vor Abfahrt ging dann tatsächlich das Licht an. Bis Schwäbisch Hall-Hessental. Der Bahnhof ist vergleichsweise dunkel, was nicht gerade für einen netten Empfang in einer Stadt sorgt, die doch sehr auf Touristen baut (aber gut, so sieht man auch das Elend nicht gleich).

Anderntags ging es, wieder mit der Bahn, diesmal aber vom Bahnhof Schwäbisch Hall aus. Und der hat mich noch sprachloser zurückgelassen als der etwas außerhalb. Das Bahnhofsgebäude ist verschlossen, einen Zugang gibt es entweder links vorbei, zwischen Mauer und Gebüsch, dort wo nur noch ein halbkaputtes Schild auf die einstige Bahnhofskneipe verweist, oder rechts, über eine schmale Treppe mit gefühlt rostigem Geländer (erst später habe ich den „barrierefreien Zugang“ entdeckt, eine etwas breitere Lücke zwischen parkenden Autos). Bis Anfang 2016 war zumindest noch für drei Jahre lang diverse Kunstausstellungen in dem Gebäude beheimatet, seitdem steht es wieder leer. Als Grund für den Zustand des Bahnhofs wird auf die frühe Geschichte verwiesen. Denn nachdem Ende des 19. Jahrhunderts die Fernzugverbindung von Stuttgart über Crailsheim nach Nürnberg geschaffen wurde, die Hessental tangiert, verlor Hall als Bahnstopp immer mehr an Bedeutung. Heute halten im Schnitt nur noch alle zwei Stunden Züge auf der Verbindung von Heilbronn nach Hessental/Crailsheim.

Dazu kam wieder ein Problem mit der Online-Fahrplanauskunft, beziehungsweise dem Automaten. Denn erstere hatte mir angezeigt, dass ich vom Haller Bahnhof mit dem Bus nach Hessental fahren soll, und dort dann in den (ebenfalls verspäteten, aber auf dem Bahnsteig so nicht wirklich angezeigten) Zug nach Bad Cannstatt umzusteigen. Doch weil ich auf dem Bahnsteig Menschen gesehen hatte, bin ich zunächst dorthin und habe auf dem Aushangfahrplan entdeckt, dass es auch einen Zug gibt. Praktischer schien mir das, denn damit würde ich ja schon auf dem Bahnsteig in Hessental sein, und müsste nicht diese wenig einladende Unterführung nehmen.

blog_Bhf SHA Fahrkartenautomat TeilpreisAllerdings: Ich konnte keine Fahrkarte kaufen, denn der Automat verwies nur auf die Kombi Bus – Bahn und wollte für die erste Teilstrecke kein Ticket ausgeben. Ausgerechnet der Bahnautomat will einen also zum Bus schicken (oder das erste Teilstück schwarzfahren lassen).

Wieder in der Redaktion, habe ich deshalb mal nachgefragt. Ergebnis: die Programmierung ist schuld, so die Bahn-Pressestelle. Und der Kunde. Denn wenn der auf dem Automaten eine andere Einstellung wähle, werde ihm auch die Verbindung mit dem Zug angezeigt, die in Summe drei Minuten länger (weil etwas frühere Abfahrt, ansonsten sind Bus und Bahn etwa gleich schnell) als mit der Variante Bus bis Hessental dauert – was aber letztlich keinen Einfluss hat, wenn ich dort weiterfahren muss.
blog_Bhf SHA FahrplanauskunftUnd was war das mit der nicht angezeigten späten Verbindung nach Schwäbisch Hall? Da liegt das Problem im Prinzip umgekehrt, denn dabei wird der Bus, der gegen 23.30 Uhr am Hessentaler Bahnhof wartet und Richtung Haller Innenstadt fährt, nicht berücksichtigt. Weil der eben, nachdem am Haller Bahnhof so spät tatsächlich kein Zug mehr fährt, diesen auch nicht ansteuert. Da aber in der Nähe nur wenig Wohnbebauung ist, wäre eine Berücksichtigung des Busses sinnvoll, denn der fährt sehr wohl die wichtigen Wohngegenden an (kurz nachdem ich den Artikel geschrieben hatte, hatte sich das Ganze aber eh wegen eines Unfalls für einige Zeit erledigt…).
Problem erkannt, Problem gebannt? Ja und nein. Denn aus dem (von sich aus gemachten) Versprechen, die Programmierung in den Abendstunden binnen rund einer Woche dahingehend zu ändern, ist bis heute nichts geworden. Aber vielleicht kommt es ja noch. Verspätet.

 

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Eis – mal anders

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Eine eiskalte Stimmung herrscht derzeit in den USA. Naja, eigentlich fast immer. Denn nahezu in jedem Monat gibt es dort mindestens einen „Nationaltag“, der mit Eis zu tun hat. Am heutigen 16. Juli zum Beispiel ist Nationaler Eiscremetag, kurz darauf ist der 23. dem Vanilleeis (und bereits der 7. Juni dem Schokoladeneis) gewidmet, es folgen unter anderem noch der Nationale Wassereis-Tag und der für Eiscreme-Torten. Anlass, hier mal ein paar Eis-Rezepte preiszugeben – passend auch zu einem weiteren Eis-Tag: dem (weltweiten) Tag der kreativen Eissorten.

Ebbes kalts: Gefrorene Variationen schwäbischer Klassiker

Vor rund viereinhalb Jahren ist das Twitter-Projekt @ichbinBW gestartet, jede Woche übernahm ein anderer den Account und berichtete aus seinem Leben im Südwesten. Begleitend dazu gab es eine Internetsite/Blog für Beiträge, die mehr Platz brauchten als 140 Zeichen. Unter anderem meine Rezepte, mit denen ich meine damals aufgekommene Liebe zum Eismachen (weil ich auch ein Pulver entdeckt hatte, mit dem das ohne Eismaschine geht) mit dem Thema des Webauftritts verband und neue Ideen entwickelte.

EIS_Ofenschlupfer-Eis

Eine davon ist die für Ofenschlupfer-Eis. Im Original besteht Ofenschlupfer aus altbackenem Weißbrot/Toast, das mit Mandeln, Äpfeln und Rosinen (eingelegt oder nicht) aufgeschichtet und mit einer Eiermilch übergossen und „überbacken“ wird, dazu wird oft Vanillesoße (oder Schoko-) serviert.

Rezept
Eine Packung Eiszauber für Milcheis
350 ml Milch mit Vanillegeschmack; nach Packungsanweisung zubereiten
2 klein gewürfelte Äpfel,
50 g gehackte Mandeln,
3 EL (Rum-)Rosinen unterziehen
3 Mürbe Torteletts (Brotersatz) in kleine Würfelchen schneiden, ebenfalls unterziehen

Weitere Variationen habe ich in einem Blog-Beitrag hier aufgeschrieben: Schwarzwälder Kirsch (braucht Zeit zur Vorbereitung und Kirschen-baden-lassen) und Träubleskuchen-Eis. Ein ähnliches Rezept wie letzteres ist Zwetschgenkucheneis, dabei werden der Fruchtmasse aber nicht Baiserstückchen (als „Ersatz“ für den Eischnee auf dem Kuchen), sondern echte Streusel zugegeben, und auch keine Keksstückchen (als „Ersatz“ für den Boden des Träubleskuchens). Zu den Rezepten für ichbinBW gab es übrigens auch regionale Infos:

Pflaume oder Zwetschge? Manch einer ist da nicht sicher, und denkt, dass das eine nur ein regionaler Name ist. Tatsächlich aber ist eine Zwetschge eine Unterart der Pflaume – und in der Küche beliebter, weil sich das Fruchtfleisch leichter vom Kern trennt und es bei Hitze die Form behält. Ein großer Teil der deutschlandweiten Pflaumenproduktion stammt aus Baden-Württemberg, vor allem aus der Oberrheinischen Tiefebene.

Variationen von Getränken

EIS_caipieis
Auch gut sind Cocktail-Eissorten. Passend zur Fußball-WM in Brasilien habe ich Caipirinha-Eis gemacht. Da man dazu zwei Eissorten mischt, habe ich jeweils nur die Hälfte der Eiszauber-Mengen genommen.

Rezept
Eine halbe Packung Eiszauber
175 ml Milch und Sahne (je halb halb) aufschlagen,
50 ml Pitú unterziehen.

200 g Quark
50 ml Limettensaft
etwas brauner Rohrzucker verrühren, mit
einer halben Packung Eiszauber Früchte aufschlagen.
Beide Eissorten getrennt voneinander mit einem x-beliebigen Muster in eine flache Schüssel laufen lassen.

Was ich gerade in der leider abgelaufenen Erdbeer-Saison gerne gemacht habe, ist Daiquiri-Eis. Zum Basisrezept mit 500 g Früchten kamen nach dem Aufschlagen noch 100 ml Rum.
Nicht alkoholisch ist das Erdbeer-Balsamico-Eis, hier am Ende 100 ml (Erdbeer-)Balsamico zugeben, es gibt einen weniger süßen Geschmack am Ende.
Nicht selbst gemacht, aber probiert (;-)) habe ich mal Radler-Eis, bei Schuhbeck’s in München. Im Prinzip war es Zitroneneis, das aber keinen so süßen Nachgeschmack hatte wie viele andere dieser Sorten.

Variationen von Süßwaren und Sonstiges

Wenn es auf den Herbst zugeht, gibt es seit einigen Jahren bei mir die Sorte Nusskuppeltorte. Basis ist ein Eiszauber-Vanilleeis (Milch + Vanille), in das noch etwa 75 ml Cognac kommen, zudem etwas gehackte Nüsse und Schokostreusel, je nach Belieben.

EIS_ritterrumeis
Früher habe ich mich daran fast überfressen, heute gibt es sie eher selten, und das dann meistens in der eiskalten Variante: Ritter Sport Rum.
Basis ist Eiszauber für Milch, nach Packungsvorschlag Kakao einrühren, dazu 50 ml Rum und ein paar klein gebröselte Reiswaffeln sowie Ritter-Sport-Rum-Stückchen.

Zudem kann man, gerade bei Weltmeisterschaften und ähnlichem, Länderflaggen mit Eis „nachbauen“, so wie ich es 2014 gemacht habe. Als nächstes könnte dann mal, zum Start der Bundesligasaison, Eis mit Brustring drankommen 🙂 (Wichtiger Termin für Eisliebhaber ist übrigens auch im Februar alle zwei Jahre die Intergastra)

Und wo wir schon bei Flaggen und Co. sind: Am Tag der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten gab es bei mir Orangeneis mit Waffelstückchen – halt nicht alle 😉

 

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#EinTag: Schwäbisch Hall – von Höhen und Tiefen

„Für Urlaub habe ich keine Zeit“, soll Karl Lagerfeld einst gesagt haben. Gut, er ergänzte dann: „Zwischendurch fahre ich zum Ausspannen auf mein Schloß in die Bretagne oder nach Monte Carlo.“ Doch auch wer nicht so vielbeschäftigt ist, kann oder will sich einen langen Urlaub nicht immer leisten. In loser Folge gibt es deshalb künftig hier Tipps, wo man (Ausgangspunkt ist die Region Stuttgart) einen freien Tag verbringen kann. Los geht’s mit Schwäbisch Hall, neben Tübingen und Heidelberg wohl eine der Städte, in die es mich als Ausflügler am häufigsten gezogen hat.

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Sehen:

Rund ums Rathaus. Schwäbisch Hall ist recht klein, viele Kilometer laufen muss man nicht beim Stadtrundgang – allerdings viele Höhenmeter hinter sich bringen.
hall_probeMarkantester Punkt des historischen und teils steil ansteigenden Kerns ist die Kirche St. Michael mit der bekannten Großen Treppe davor, auf der im Sommer mehrere Theaterstücke aufgeführt werden. Wer Glück hat, kann kurz vor Saisonbeginn auch mal bei der einen oder anderen Probe zuschauen. Am Rande des Marktplatzes gibt es übrigens eine Apotheke, in die ein Blick lohnt, denn hier scheint an vielen Stellen die Zeit stehen geblieben zu sein. Witziges Detail: die „Schnauze“ eines Säbelfischs, die über einem der Tresen hängt.

Am Kocher. Ein paar Meter bergab fließt der Kocher, links und rechts vom Ufer sind nahezu alle Häuser noch mit historischem Fachwerk erhalten, und ein beliebtes Fotomotiv.
hall_brückeDazu kommen noch einige schöne Brücken aus Stein oder Holz. Am östlichen Rand gibt es übrigens einen weiteren Theater-Ort: Auf dem Unterwöhrd entsteht derzeit das Neue Globe-Theater (ähnlich wie das in London), nachdem der alte Rundbau aus Holz abgetragen und nach Berlin verkauft wurde, wo er aber noch nicht wie geplant steht. Direkt daneben befindet sich ein Biergarten, in dem es im Sommer zudem regelmäßig Musik gibt.

Kunstmuseum Würth. Auf der vom Marktplatz aus gesehen anderen Seite des Kocher geht es wieder bergauf. Und wieder entweder auf einer steilen Ebene oder über Treppen bis zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, dem Kunstmuseum Würth. Etwa zwei Mal im Jahr wechselt dort die Ausstellung, aktuell gibt es bis zum Ende der Sommerferien ein buntes Sammelsurium am Werken zu sehen, die grob zum Thema Wetter passen. Das alles für den Besucher bei freiem Eintritt.
Zudem gibt es noch ein weiteres Museum: das Hällisch-Fränkische, zwischen Marktplatz und Kocher gelegen.

Comburg. Ein ehemaliges Benediktinerkloster etwas außerhalb der Kernstadt auf einem Berg (Richtung Hessental gelegen). Außen gibt es eine schöne Anlage samt gutem Blick auf die Stadt, innen drin in einer Kirche einige Kunstschätze (und die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen).

Freilandmuseum Wackershofen. Einige wenige Kilometer von Schwäbisch Hall entfernt, aber mit vielen Parkplätzen und Bahnanschluss (dazu weiter unten mehr). Hier wird Geschichte – vor allem der Landbevölkerung – lebendig, sowohl in den zahlreichen Gebäuden auf dem Gelände, als auch in den Ausstellungen (ganz neu über die Jenischen, über die es nach eigenen Angaben sonst nicht so viele Informationen gibt) und vielen Veranstaltungen, die vor allem am Wochenende stattfinden. Nicht fehlen dürfen natürlich auch Tiere, vor allem die Hällischen Schweine, die gleich am Eingang vor sich hin grunzen.

Essen:

Schwäbisch Hall dürfte wohl eine der höchsten Lokal- und Kneipendichte einer Stadt dieser Größe besitzen. Eine kleinere Ansammlung (mit gutem Italiener/Pizzeria/Eiscafé) gibt es am Kocherquartier, dem noch recht neuen Viertel am ZOB (mit dem einzigen innenstadtnahen Supermarkt).  Zudem sind einige Lokale rund um den Marktplatz angesiedelt (mein Tipp: Posthörnle etwas unterhalb, türkisch) sowie in der oft so genannten „Fressgasse“, der Schwatzbühlgasse. Gutes Eis (halt nicht allzu viele Sorten) gibt es auf der anderen Kocher-Seite, direkt nach der Holzbrücke, im Café Ableitner.

Apropos: Nicht nur Menschen finden in der „Fressgasse“ etwas, wenngleich mancher auf den Kauf von Essen verzichtet und lieber Mundraub betreibt 😉 (Zur Glosse mit Video hier)

 

Hinkommen:

Das ist der Wermutstropfen. Wer mit dem Auto kommt, wird wohl kaum einen der wenigen kostenlosen Parkplätze (v.a. am Bahnhof) bekommen. Dafür gibt es einige Parkhäuser, für die die Tagespauschale (gültig bis 18 Uhr) bei sechs Euro liegt. Die Anreise mit der Bahn ist eher, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Von Stuttgart kommend muss man entweder in Heilbronn (und manche der von dort dann fahrenden Bahnen halten in Wackershofen, direkt am Museum) oder in Hessental umsteigen, und dann noch eine Station bis Schwäbisch Hall fahren (was von Mitte bis Ende Juni wegen eines Unfalls auch erschwert war).
hall_bahnhof symbolBeide Bahnhöfe sind aber eher abschreckend, weil schon lange von der Bahn aufgegeben und jegliche Schalter geschlossen, man sollte deshalb viel lieber von „Haltepunkten“ sprechen. Immerhin gibt es am Haller Bahnhof eine Brücke samt Aufzug, was einen schneller und bequemer Richtung Innenstadt bringt (10 min. Fußweg), als wenn man entlang der Straße läuft. Die beiden Bahnhöfe werden Thema eines weiteren Blogbeitrags sein, die Recherche dauert noch ein wenig.

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